20.10.04Bilderlos navigieren
Viel zu lange habe ich mich diesen Monat im Internet aufgehalten. Die Folge ist die Sprengung des verfügbaren Datenvolumens bei meinem Webprovider. Ab jetzt kostet jedes MB 1,5 Cent. Bisher bin ich immer ohne Mühe mit den 1.500 Megabyte Transfervolumen ausgekommen. Ich sehe auch nicht ein noch mehr zu bezahlen.
Also hab ich mir gedacht, den Rest des Monats, soweit möglich die Grafiken auf Websites nicht mehr anzeigen zu lassen. Ist auch mal ganz interessant, wie man auf diese Weise das Web erlebt. Bei Recherchen funktioniert das auch ganz gut. Auf zu vielen Seiten allerdings wird einem die Tour verdorben.
Es ist wirklich jedem zu empfehlen, der Websites erstellt, sich so mal über einen längeren Zeitraum durch das virtuelle Wirrwarr zu bewegen. So wird die immense Bedeutung des alt-Attributs deutlich. Nichts ist schlimmer, als sich über Seiten zu bewegen, bei denen man für jede Grafik schlicht den Hinweis auf eine Grafik bzw. sehr kryptische Dateinamen angezeigt bekommt. Noch schlimmer wird es, wenn Grafiken ohne entsprechende Beschreibung als Links verwendet werden. Auch das title-Attribut für Links ist hier zu nennen. Nichts ist nerviger als eine Liste mit “hier klicken”.
Es sollte möglich sein, zumindest bei Grafiken mit Bedeutung und solchen, die uns irgend wohin führen sollen, eine kleine Beschreibung anzubieten. Genauso entsprechenden Links.
Was ich vor einem praktischen Hintergrund “teste” ist für Menschen mit schlechteren Sehfähigkeiten - unter denen der Anteil derer, die online sind, übrigens deutlich höher ist als beim Bevölkerungsdurchschnitt (ja auch Blinde “surfen”) - harte Realität. Sie können sich im Extremfall regelrecht verirren.
Mir war es gerade eben übrigens unmöglich mich durch mein Benutzerkonto bei meinem Provider zu navigieren. Also hab ich kurz die Grafiken wieder eingeschaltet…








kronn am Okt 21, 2004 | Reply
Das ist so einer der Momente, in denen ich froh bin, eine echte Flatrate zu haben…
Michael am Okt 22, 2004 | Reply
(Der Grund ist bei mir nicht das Transferlimit, sondern ein gelegentlich etwas störrischer Proxy).