08.02.05Schriftgrößen im Web: Flexible Minimalgrößen
Der Artikel “Why bigger is better” auf YourTotalSite.com beschäftigt sich mit der Größe von Websites bzw. mehr mit den Schriftgrößen. Er kommt zu dem Schluss, dass größer gleich besser ist. Ich bin da etwas anderer Meinung. Man sollte hierbei flexibler denken.
Gibt es die optimale Schriftgröße?
Nein. Denn ohne zunächst an Accessibility (Zugänglichkeit) zu denken, dürften die allermeisten der gleichen Meinung sein. Die Schrift sollte nicht zu klein sein. Denn eine zu kleine Schrift ist auf die Dauer zu anstrengend und ermüdend. Es führt oft dazu, dass Artikel oder andere Beiträge nicht fertig oder unkonzentriert gelesen werden.
Die absolut richtige Schriftgröße gibt es nicht. Als Faustregel könnte gelten, dass man die Augen beim Lesen nicht zusammenkneifen muss oder nach Lektüre eines langen Artikels immer noch konzentriert ist. Als normal Sehender. Aber auch dann ist die Schriftgröße immer noch ein sehr subjektives Kriterium und zudem auch noch abhängig von anderen Faktoren wie Kontrasten oder Zeilenlängen.
Angemessene Größe und flexible Einheiten
Alleine deshalb schon, sollte dem Besucher einer Website die Möglichkeit gegeben werden, die Schriftgröße auf seine Bedürfnisse anzupassen. Wie die meisten wissen, muss hierfür auch kein großer Aufwand betrieben werden. Es empfiehlt sich die Angabe von Schriftgrößen in relativen Einheiten wie % und em. Wobei ich die Verwendung von Prozent (%) empfehle. Das hat den Grund, dass der IE große Probleme mit der Skalierung von Schriftgraden in em hat und so u.U. Layouts komplett zerschießt.
Die untere Grenze würde ich etwa bei einer Größe von 80% setzen. Auch wenn noch kleinere Schriften auf den ersten Blick evtl. schöner sind. Man muss nach unten wie nach oben eine Grenze ziehen und darf beides nicht in Extreme ausufern lassen. Denn in beiden Fällen wird man negative Ergebnisse erzielen.
Zu groß oder zu klein
Eine sehr kleine Schrift passt wahrscheinlich ästhetisch wunderbar zum Rest der bis ins Detail durchdesignten Site. Nur ist sie selbst von gut Sehenden kaum noch als solche wahrzunehmen. Sie passt vielleicht ins Bild - im wörtlichen Sinne - ist jedoch zur Information des Besuchers auf Dauer kaum noch geeignet.
Eine zu große Schrift wirkt irgendwann wirklich unästhetisch. Sie hat allerdings immer noch den Vorteil für die meisten gut lesbar zu sein. Trotzdem: Auch zugängliche Sites dürfen schick und bis ins Detail designt sein.
Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte (findet sie jemand, kann er/sie mir gerne eine Karte schicken). Aber so, dass ein normal Sehender wie auch Menschen mit Sehproblemen, den Schriftgrad in beide Richtungen nach Bedarf über die Browsereinstellungen oder User-Stylesheets anpassen können.
Größer ist besser
Ja, Allerdings nur bedingt und abhängig von subjektiven Eindrücken. Besser formuliert wäre: Nicht zu klein ist besser. Wie oben schon bemerkt, ist es erlaubt bzw. vielmehr ohne weiteres möglich, eine Website mit Top-Design zu entwerfen, die dabei noch ein hohes Maß an Accessibility (Zugänglichkeit) aufweist. Zusätzlich sollte immer auch an den Kontext der Site und die Zielgruppe gedacht werden.








Jens am Feb 9, 2005 | Reply
Nicht schlecht ist auch dieser Artikel.
Ein Leser am Aug 18, 2009 | Reply
Brendy am Jun 30, 2011 | Reply
Xaria am Jun 30, 2011 | Reply