18.02.05Keine Angst vor flexiblen Schriftgrößen
Warum ist es wichtig, Besuchern die Möglichkeit zu lassen, Schriftgrößen an ihre Bedürfnisse anzupassen? Flexible Schriftgrößen zerschießen keine Layouts oder machen Websites unattraktiver. Diese beiden Aussagen gehören in das Reich der Märchen.
Einflussmöglichkeiten der Besucher
User Stylesheets sind eine gute Möglichkeit für die Besucher einer Website, sich diese an ihre Bedürfnisse anzupassen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, alternative Stylesheets anzubieten oder die Schriftgröße über die Browseroptionen anzupassen. Hierbei geht es nicht darum, das komplette Layout zu “zerstören”. User Stylesheets werden hauptsächlich für eine bessere Lesbarkeit verwendet. Dabei geht es um Schriftgrößen und Kontraste. Auch Leser mit guten Augen, könnnen Probleme haben, den Inhalt einer Website schnell und effizient zu erfassen. Sehbehinderten Surfern geht es ohnehin schon oft genug so. Sie sollen die Möglichkeit haben, die Schriftgrößen so einzustellen, dass der Text für sie lesbar wird. Auch ich, als normal Sehender, vergrößere mir bei manchen Sites den Schriftgrad. Gerade bei längeren Artikeln mit relativ kleinen Schriften.
Markenschutz
Oft wird z.B. das einheitliche Bild der Marke als Argument gegen User Stylesheets angeführt. Hinzu kommt, dass große Schriftarten unästhetisch wirken können. Und so wird bei vielen Websites - auffällig: fast immer dort wo es um Marken geht - die Schriftgröße durch die Maßeinheit px (Pixel) fixiert. Es werden oft auch Stilangaben gerade bei Schriften und deren Größen mit der !important Regel festgeschrieben, damit diese Angaben nicht durch den Besucher überschrieben bzw. verstellt werden können. Man möchte verhindern, dass jemand durch die Auswahl einer größeren Schriftart im Browser das Design “auseinanderreisst”… Die Frage ist nur: Wo liegt das Problem? Es ist eigentlich davon auszugehen, dass ein Sehbehinderter Besucher eine Website attraktiver findet, wenn er sie auch lesen kann. Ein noch so schönes Logo, Effekte und moderne Farben bringen nichts, wenn die Inhalte nicht lesbar sind. Die Website wird, wenn sauber aufgebaut, eben nicht auseinandergerissen. Für normal Sehende bleibt die Website in ihrer ganzen Pracht, Pixel für Pixel bestehen. Lässt man Besuchereingriffe in die Schriftgrößen zu, erreicht man eher einen größeren Besucherkreis. Vielleicht sollte man darüber mal nachdenken.
Schriftgrad, mehr nicht
Die meisten Besucher werden die Website so nehmen, wie sie ist. Es besteht keine Gefahr für die Marke. Auch dann nicht, wenn manche Besucher den Schriftgrad an ihre Bedürfnisse anpassen. Ein Besucher einer Website sollte ganz einfach die Möglichkeit haben, den Schriftgrad einzustellen. Es geht nicht darum, eine Website komplett umzubauen oder das Layout zu zerschießen. In den allermeisten Fällen geht es nur um Überschriften (h1-6) und Textabsätze (p), also den Text.
Deshalb kann nur gelten: Dem Besucher die Möglichkeit bieten, Schriftgrößen an seine Bedürfnisse anzupassen. Im einfachsten Fall bedeutet das, die Schriftgröße in flexiblen Einheiten (em oder %) anzugeben. Haben Besucher diese Möglichkeit nicht, werden sie je nach Schwierigkeit die Site ganz schnell wieder verlassen, auch wenn sie noch so schön ist und wertvolle Informationen bietet.








Jeena Paradies am Feb 18, 2005 | Reply
Alle anderen Browser hingegen schon. Ich verstehe die Leute eigentlich sowieso nicht warum sie solche Anstrengungen unternehmen um die Schriftgröße festzumeiseln obwohl das nur im IE funktioniert.