08.03.05Websichere Farben - Könnt Ihr vergessen! Oder?

Eine FarbpaletteSchon seit längerem frage ich mich immer wieder, ob websichere Farben noch von Bedeutung sind. Mir ist in den letzten Jahren kein Rechner untergekommen, der größere Probleme mit der Darstellung von Farben auf Websites hatte (vielleicht wurde auch bei einigen nur die Palette der websicheren Farben eigesetzt).

Was sind websichere Farben, warum wurden sie eingeführt und kann man sie unbeachtet lassen? Das sind die Fragen, denen ich hier nachgehen werde. Vielleicht hat auch der ein oder andere Leser interessante Erkenntnisse beizutragen.

Websichere Farben

Diese Palette von 216 Farben (entwickelt im Jahr 1995) stellt sicher, dass die Website farblich auf allen Systemen so dargestellt wird wie gewünscht. Beschränkt auf 216 Farben, unterstützt von 8-bit-Systemen mit einem Darstellungsumfang für 256 Farben. Der Nachteil: Relativ wenig Auswahl und wenig Zwischenstufen. Zudem meistens eher kräftige Farben, keine weiteren dezent schönen Töne, wie sie heute so beliebt sind. Weitere Informationen dazu gibt es bei Wikipedia.

Unterschiede auf verschiedenen Systemen

Es gibt heute Systeme, die nachwievor den Einsatz einer stark begrenzten Anzahl von Farben erfordern. PDAs haben oft nur 8-bit Farbtiefe zur Verfügung. Wobei es immer mehr Geräte mit 16bit Farbdarstellung gibt. Allerdings gilt es auch zu bedenken, dass noch wenige Seiten im Internet für solche Systeme entwickelt werden. In den allermeisten Fällen kann man das zunächst noch vernachlässigen. Und gehen dann irgendwann immer mehr Menschen mobil ins Internet, sind wahrscheinlich die allermeisten dieser Geräte so weit, mehr Farben zu unterstützen.

Fazit

Die allermeisten Systeme sind heute mit 16 oder mehr bit Farbtiefe ausgestattet und erlauben so den Einsatz einer viel umfangreicheren Farbpalette. Man kann heute ohne weiteres alle Farben des hexadezimalen Systems (z.B. #dcdcdc) einsetzen. Natürlich wird es denoch vorkommen, dass Besucher nicht alle Farben wie gewünscht dargestellt bekommen. Entweder weil sie nachwievor veraltete Systeme einsetzen oder weil sie kein anderes System vorfinden - beispielsweise am Arbeitsplatz. Man sollte sich daher Gedanken über die Zielgruppe machen und bedenken, dass es mittlerweile verschwindend wenig Syteme gibt, die nicht in der Lage sind, die Farben so darzustellen wie beabsichtigt.

Schon vor einiger Zeit hat die vermeindliche Erfinderin der websicheren Farben, Lynda Weinman - sie weist allerdings ausdrücklich darauf hin, dass sie das nicht entdeckt hat - dazu ermutigt, sich von dieser eingeschränkten Farbauswahl zu verabschieden. Also dann, tschüss ihr 216!

Perun stellte sich diese Frage schon letztes Jahr und hält am Ende seines Artikels noch eine Liste interessanter Beiträge bereit.

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